Was ist „drunkblogging“?

Es hat eine Weile gedauert, bis ich dahinter kam. Man kennt ja auch aus deutschen Medien sogenannte „Liveticker“. Bei Großereignissen, z. B. Fußballspielen , schreibt ein Reporter fortlaufend Kommentare, Bemerkungen etc. über das, was er da so vor sich gehen sieht.  Von den Attentaten in Paris habe ich seinerzeit zuerst durch den Liveticker des Sportreporters erfahren, der über das Länderspiel Deutschland-Frankreich im Pariser Stadion berichtete.

Solche Liveticker gibt es auch von den Wahlkampfauftritten der amerikanischen Präsidentschaftskandidaten. Man sieht also zu, und bloggt zwischendurch das, was man so von den Auftritten der Kandidaten hält, an die Leute, die keine Zeit oder Lust haben, sich das selbst anzusehen. Publiziert wird das auf den politischen Nachrichtenportalen. Aber das ist nicht so leicht, wie es klingt. Die Berichterstatter sind Leute, die leidenschaftliche Anteil nehmen. Das ist so wie beim Fußball, wo man am liebsten selbst aufs Spielfeld liefe, um diesen Flaschen mal zu zeigen, wie man es richtig macht. Und damit die Berichterstatter das eben aushalten, wird fleißig gebechert. Schnaps plus Bloggen gleich Drunkblogging. Na ja, ich will hier nicht Moral predigen. Wenn es um Fragen geht, an denen man leidenschaftlich Anteil nimmt, da dankt der Verstand ab, übernimmt die Leidenschaft das Kommando.

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Autor: Stefan O. W. Weiss

Leon de Winter zählte die Kolumnen von David P. Goldman, besser bekannt unter seinem nom de plume „Spengler“, „zu den allerinteressantesten, die es weltweit zu lesen gibt“. Seine Texte, die er meist in „Asia Times“ und „PJMedia“ veröffentlicht, haben eine Leserschaft gefunden, die in die Hunderttausende geht. Er behandelt so verschiedene Themen wie Philosophie, Literatur, Wirtschaftswissenschaften, Theologie, Strategie, Weltpolitik, Musik und andere mehr mit gleicher Souveränität und Kompetenz. In Deutschland ist er ein Geheimtipp geblieben, bedauerlicherweise, da er ein vorzüglicher Kenner der deutschen Geistesgeschichte ist. Seine Essays über Wagner, Goethe, Schiller seien doch wenigstens en passant erwähnt. Um dem deutschen Leser die Lektüre zu erleichtern, beabsichtige ich, in diesem Blog seine Texte fortlaufend in Deutsche zu übersetzen. Ich habe dieses Projekt seit einigen Monaten verfolgt, der erste hier auf Deutsch veröffentliche Text stammt vom Oktober 2015. In den kommenden Wochen gedenke ich, seine nachfolgenden Texte in chronologischer Reihenfolge zu veröffentlichen, bis der Anschluss zu Gegenwart erreicht ist.

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