Warum Diskriminierung etwas Gutes ist

Zu den besonders unsinnigen Aspekten der deutschen Politik gehört die Antidiskriminierungspolitik. Es gibt mittlerweile Gesetze und Bundesbehörden, welche diese verhindern sollen, ein Antidiskriminierungsbeauftragter wacht darüber, dass niemand – oder jedenfalls fast niemand – diskriminiert wird. Ich will nicht darauf herumreiten, dass besagte Behörden ihre Aufgabe sehr selektiv wahrnehmen, die Antidiskriminierung des Einen in aller Regel auf die Diskriminierung des Anderen hinausläuft, nein, ich möchte hier darlegen, dass Diskriminierung durchaus positive Folgen hat.

Diskriminierung ist ein gesellschaftlicher Mechanismus, durch den die Gesellschaft von ihr erwünschtes Verhalten belohnt, unerwünschtes dagegen sanktioniert. Wenn beispielsweise eine islamische Bewerberin um bestimmte Posten zum Vorstellungsgespräch regelmäßig mit Kopftuch erscheint und ebenso regelmäßig die Auskunft erhält, die Stelle wäre leider schon vergeben, dann wird sie irgendwann kapieren, das Kopftuchtragen keine gute Idee ist, sie ohne Kopftuch bessere Aussichten hat. Und schon hätte ihre Diskriminierung eine positive Folge gehabt. Wer sich – wie ich – einmal mit den deutschen Auswanderern in die USA im 19. Jahrhundert beschäftigt hat, der weiß, dass diese geradezu ängstlich bemüht waren, sie völlig an die Sitten und Gebräuche des neuen Landes anzupassen. Die Namen sind ein guten Indikator: Regelmäßig haben sie ihre Nachname anglisiert, aus Müller wurde Miller. Ihnen war klar, je besser sie sich anpassten, desto besser waren ihre Aussichten auf wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg. Und tatsächlich: Die Einwanderer in die USA im 19. Jahrhundert haben sich rasch assimiliert, weit besser als heute die Mexikaner, sie sind gute Amerikaner geworden.

Die ganze Debatte um das Burkaverbot etwa wäre überflüssig, würde man Burka-Trägerinnen einfach diskriminieren. Ich persönlich würde mich weigern, mir einer solchen auch nur zu sprechen.

Kurzum: Wer diskriminiert, tut –  in aller Regel – nichts Schlechtes, er sorgt einfach dafür, dass die Gesellschaft bleibt, wie sie sein soll.

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Autor: Stefan O. W. Weiss

Leon de Winter zählte die Kolumnen von David P. Goldman, besser bekannt unter seinem nom de plume „Spengler“, „zu den allerinteressantesten, die es weltweit zu lesen gibt“. Seine Texte, die er meist in „Asia Times“ und „PJMedia“ veröffentlicht, haben eine Leserschaft gefunden, die in die Hunderttausende geht. Er behandelt so verschiedene Themen wie Philosophie, Literatur, Wirtschaftswissenschaften, Theologie, Strategie, Weltpolitik, Musik und andere mehr mit gleicher Souveränität und Kompetenz. In Deutschland ist er ein Geheimtipp geblieben, bedauerlicherweise, da er ein vorzüglicher Kenner der deutschen Geistesgeschichte ist. Seine Essays über Wagner, Goethe, Schiller seien doch wenigstens en passant erwähnt. Um dem deutschen Leser die Lektüre zu erleichtern, beabsichtige ich, in diesem Blog seine Texte fortlaufend in Deutsche zu übersetzen. Ich habe dieses Projekt seit einigen Monaten verfolgt, der erste hier auf Deutsch veröffentliche Text stammt vom Oktober 2015. In den kommenden Wochen gedenke ich, seine nachfolgenden Texte in chronologischer Reihenfolge zu veröffentlichen, bis der Anschluss zu Gegenwart erreicht ist.

9 Kommentare zu „Warum Diskriminierung etwas Gutes ist“

  1. im gegensatz zu dir kann ich der diskriminierung nix positives abgewinnen.
    in einer gesellschaft, die bleibt wie sie ist, wird es deswegen keinen fortschritt geben können.
    wir als gesellschaft brauchen veränderung, um uns weiter zu entwickeln.
    stillstand bedeutet letztendlich den tod.
    das leben an sich ist veränderung.
    das kannst du an dir selber ansehen.
    erst ein baby, dann kleinkind, kind, teenager und dann der erwachsene bis zum alten menschen und dem greis.
    würde wir uns nicht entwickeln, würden wir kinder bleiben.
    würde dir das gefallen?
    zum thema diskriminierung werde ich dir privat noch schreiebn.
    weil mich da deine meinung interessiert, aber das gehört nicht auf den blog.
    also bis später.

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    1. stefan, im grunde gebe ich dir hierbei recht. was meinst du genau mit anbiedern?
      allerdings haben wir im grundgesetz die religionfreiheit stehen. die sollten wir jedem migranten doch zugestehen.
      bitte, erkläre mir dein anliegen mit dem anbiedern an muslime in de.

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      1. Von mir aus kann jeder glauben, was er will. Das ist seine Privatsache. Aber diese seine Privatsache soll er gefälligst privat halten und mich damit nicht belästigen. Um ein Beispiel zu geben: Wenn eine von mir beschäftigte Muslimin etwa darauf besteht, ein aus religiösen Gründen ein Kopftuch zu tragen, würde ich sagen: Ihre Religion ist ihre Privatangelegenheit. Die geht mich nichts an. Tragen sie ihr Kopftuch in ihrer Freizeit. Aber statt so vorzugehen, wird immer so getan, als seien die Deutschen irgendwie verpflichtet, hier alle muslimischen Wünsche zu erfüllen.

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